Glücksspiel ist eine Dienstleistung, die der Unterhaltung dienen soll. Doch wir sind uns der Tatsache bewusst, dass für manche Menschen aus dem Spiel Ernst werden kann. Als Anbieter nehmen wir unsere Verantwortung sehr ernst. Spielerschutz ist für uns keine bloße gesetzliche Auflage, sondern ein ethisches Fundament unseres Handelns.
Auf dieser Seite informieren wir Sie umfassend über Risiken, Präventionsmaßnahmen, Hilfsangebote und die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Unser Ziel ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der Sie sicher spielen können – und zu wissen, wann es Zeit ist, aufzuhören.
Kostenlose und anonyme Beratung:
BZgA-Hotline: 0800 1 37 27 00
Montag bis Donnerstag: 10:00 - 22:00 Uhr
Freitag bis Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr
Online-Beratung: www.bzga.de | www.check-dein-spiel.de
Für die Mehrheit der Menschen ist Glücksspiel ein harmloses Freizeitvergnügen, vergleichbar mit einem Kinobesuch oder einem Konzert. Man bezahlt einen gewissen Betrag für Unterhaltung und Nervenkitzel. Wenn der Abend vorbei ist oder das Budget aufgebraucht ist, endet das Spiel.
Problematisch wird es, wenn das Spielen nicht mehr als reine Freizeitbeschäftigung wahrgenommen wird, sondern als Mittel zum Zweck – etwa um Geld zu verdienen, Probleme zu verdrängen oder innere Leere zu füllen. Die Entwicklung einer Spielsucht (pathologisches Spielen) ist oft ein schleichender Prozess, der nicht von heute auf morgen geschieht. Genau deshalb ist Aufklärung und frühes Eingreifen so wichtig.
Wichtig zu verstehen: Der Zufall hat kein Gedächtnis. Es gibt keine Strategien, die einen Gewinn garantieren. Wer spielt, um reich zu werden oder Schulden zu tilgen, befindet sich bereits in einer Gefahrenzone.
Spielsucht kann jeden treffen, unabhängig von Bildung, Alter oder Geschlecht. Oft bemerken Betroffene selbst als Letzte, dass ihr Spielverhalten außer Kontrolle geraten ist. Es ist wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein.
Achten Sie auf folgende Warnsignale und Verhaltensänderungen bei sich selbst oder Angehörigen:
Stellen Sie sich die Frage: "Habe ich heute mehr ausgegeben, als ich mir leisten kann?" oder "Habe ich heute länger gespielt, als ich wollte?". Wenn Sie eine dieser Fragen mit "Ja" beantworten, sollten Sie dringend unsere Hilfswerkzeuge nutzen oder Kontakt zu einer Beratungsstelle aufnehmen.
Es ist keine Schande, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Gegenteil: Es ist ein Zeichen von Stärke und Verantwortung. In Deutschland gibt es ein exzellentes Netzwerk an professionellen, anonymen und kostenlosen Hilfsangeboten.
Bitte zögern Sie nicht, diese Organisationen zu kontaktieren, wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren:
Die BZgA bietet ein umfassendes Informationsangebot und eine anonyme Beratung.
Telefon-Hotline: 0800 1 37 27 00
(Kostenlos und anonym aus ganz Deutschland)
Webseite: www.bzga.de
Spezialportal: www.check-dein-spiel.de
(Hier finden Sie umfangreiche Selbsttests und ein Verzeichnis von Beratungsstellen in Ihrer Nähe)
In vielen Bundesländern gibt es spezifische Fachstellen, die lokale Hilfe koordinieren.
Webseite: www.spielen-mit-verantwortung.de
Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene austauschen und gegenseitig unterstützen.
Finden Sie eine Gruppe in Ihrer Nähe über die oben genannten Beratungsstellen.
Vertraulichkeit garantiert: Diese Stellen unterliegen der Schweigepflicht. Sie können dort offen über Ihre Situation sprechen, ohne Verurteilung fürchten zu müssen.
In Deutschland ist der Spielerschutz zentral über das OASIS-Sperrsystem geregelt. Dies ist eine bundesweite Datenbank, an die alle lizenzierten Glücksspielanbieter (sowohl online als auch terrestrisch, also Spielhallen und Casinos) angeschlossen sind.
Eine Sperre in OASIS bedeutet, dass Sie von der Teilnahme am Glücksspiel bei allen in Deutschland lizenzierten Anbietern ausgeschlossen werden. Es ist der effektivste Weg, sich selbst zu schützen, wenn die eigene Willenskraft nicht mehr ausreicht.
Sie können jederzeit eine Selbstsperre beantragen. Dies ist unkompliziert möglich:
Auch Dritte (z.B. Familienangehörige oder wir als Anbieter) können eine Sperre beantragen, wenn deutliche Hinweise auf Spielsucht oder finanzielle Überschuldung vorliegen. Hierbei wird dem Spieler jedoch immer erst Gehör gewährt.
Eine Selbstsperre beträgt mindestens 3 Monate (wenn nicht anders angegeben, standardmäßig ein Jahr). Eine Aufhebung der Sperre erfolgt nicht automatisch nach Ablauf der Zeit, sondern muss schriftlich beantragt werden. Dies stellt sicher, dass eine bewusste Entscheidung zur Rückkehr getroffen wird.
Prävention beginnt, bevor ein Problem entsteht. Wir stellen Ihnen gemäß den deutschen Regularien diverse Tools zur Verfügung, mit denen Sie Ihr Spielverhalten steuern können. Wir empfehlen jedem Spieler, diese Tools ab dem ersten Tag zu nutzen.
Legen Sie fest, wie viel Geld Sie maximal pro Woche oder Monat einzahlen können. In Deutschland gilt für Online-Glücksspiel grundsätzlich ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von maximal 1.000 Euro pro Monat (LUGAS-System). Sie können dieses Limit in Ihren Kontoeinstellungen jedoch jederzeit weiter nach unten korrigieren. Eine Senkung des Limits wird sofort wirksam, eine Erhöhung erst nach einer Wartezeit von 7 Tagen.
Es ist leicht, beim Spielen das Zeitgefühl zu verlieren. Nutzen Sie Sitzungslimits, um festzulegen, wie lange Sie eingeloggt sein dürfen. Zusätzlich erhalten Sie regelmäßige "Reality Checks" – Pop-ups, die Sie über Ihre aktuelle Spielzeit sowie Gewinne und Verluste informieren und die Sie aktiv bestätigen müssen, um fortzufahren.
Auf unserer Webseite finden Sie jederzeit gut sichtbar den "Panik-Button". Ein Klick darauf löst sofort eine kurzzeitige Sperre von 24 Stunden aus. Dies dient als "Cool-down"-Phase, wenn Sie merken, dass Sie sich in Rage spielen oder impulsive Entscheidungen treffen.
In Ihrem Kundenkonto finden Sie eine lückenlose Historie Ihrer Transaktionen und Spieleinsätze. Schauen Sie sich diese regelmäßig an. Die nüchternen Zahlen helfen oft, die subjektive Wahrnehmung ("Ich habe doch fast gewonnen") zu korrigieren.
Neben den technischen Hilfsmitteln ist Ihre persönliche Einstellung entscheidend. Hier sind bewährte Verhaltensregeln für einen verantwortungsvollen Umgang:
Legen Sie fest, wie viel Geld Sie maximal verlieren dürfen, bevor Sie überhaupt anfangen zu spielen. Betrachten Sie dieses Geld als "Kosten für Unterhaltung" – wie eine Eintrittskarte. Wenn es weg ist, ist das Spiel vorbei.
Nutzen Sie niemals Geld, das Sie für Miete, Strom, Lebensmittel oder andere Verpflichtungen benötigen.
Leihen Sie sich niemals Geld, um zu spielen. Weder von Freunden, noch von Banken.
Spielen Sie nicht, wenn Sie wütend, traurig, depressiv oder gestresst sind. Glücksspiel löst keine emotionalen Probleme, es verstärkt sie langfristig.
Spielen Sie niemals unter dem Einfluss von Alkohol, Medikamenten oder Drogen. Diese Substanzen beeinträchtigen Ihr Urteilsvermögen und erhöhen die Risikobereitschaft drastisch.
Legen Sie regelmäßige Pausen ein. Gehen Sie an die frische Luft. Holen Sie sich in die reale Welt zurück, um nicht in einen "Tunnelblick" zu geraten.
Glauben Sie niemandem, der Ihnen ein "todsicheres System" verkaufen will. Glücksspiel basiert auf mathematischen Wahrscheinlichkeiten, die immer zugunsten des Anbieters (Hausvorteil) ausgelegt sind.
Sind Sie besorgt um einen Partner, ein Familienmitglied oder einen Freund? Angehörige leiden oft genauso unter der Spielsucht wie die Betroffenen selbst.
Suchen Sie das Gespräch in einer ruhigen Situation (nicht unmittelbar nach einem Spielverlust). Schildern Sie Ihre Beobachtungen und Ihre Sorgen, ohne Vorwürfe zu machen. Nutzen Sie "Ich-Botschaften" (z.B. "Ich mache mir Sorgen, weil uns Geld fehlt").
Co-Abhängigkeit ist ein großes Risiko. Leihen Sie dem Betroffenen kein Geld. Begleichen Sie keine Schulden für ihn. Damit verlängern Sie das Leiden oft nur, da der Leidensdruck genommen wird ("Enabling").
Die oben genannten Beratungsstellen (BZgA, Landesfachstellen) bieten auch Beratung für Angehörige an. Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.
Der Schutz Minderjähriger hat oberste Priorität. Glücksspiel ist in Deutschland für Personen unter 18 Jahren gesetzlich verboten.
Wir setzen modernste Verifizierungssysteme ein, um sicherzustellen, dass sich keine Minderjährigen auf unserer Plattform registrieren. Dies geschieht durch Abgleiche mit Datenbanken (z.B. SCHUFA) und Dokumentenprüfungen.
Wenn Sie Ihren Computer oder Ihr Smartphone mit Minderjährigen teilen, stellen Sie sicher, dass diese keinen Zugriff auf Ihre Glücksspiel-Accounts haben.
Unser Angebot richtet sich streng nach den Vorgaben des deutschen Glücksspielstaatsvertrags von 2021. Dieses Gesetz wurde geschaffen, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen und Spieler in ein reguliertes, sicheres Umfeld zu lenken.
Die strengen Regeln – wie das monatliche Einzahlungslimit, das Verbot bestimmter Spielarten, die 5-Sekunden-Regel bei Slots oder der Anschluss an das OASIS-System – dienen ausschließlich Ihrem Schutz. Als lizenzierter Anbieter werden wir regelmäßig von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) kontrolliert. Das garantiert Ihnen faire Spielabläufe, sichere Guthabenverwaltung und die Einhaltung höchster Standards im Spielerschutz.
Wenn Sie Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an die BZgA unter 0800 1 37 27 00 (kostenlos und anonym) oder besuchen Sie www.bzga.de
Wir wünschen Ihnen eine sichere und unterhaltsame Zeit – und dass Sie immer die richtige Entscheidung treffen, wenn der Spaß aufhört.
Rechtlicher Hinweis & Disclaimer
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren gestattet.
Wenn Sie Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an die BZgA unter 0800 1 37 27 00 (kostenlos und anonym) oder besuchen Sie www.bzga.de.